This entry was posted on Donnerstag, Januar 28th, 2010 at 12:59 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.


Datenmüll
Regelmäßige Software-Updates, die neuesten Zusatzprogramme und aktualisierte Treiber sorgen für Unmengen unnützer Daten auf der eigenen Festplatte. Dadurch wird der Arbeitsspeicher anderweitig ausgelastet, der Computer wird langsamer und ist anfälliger für Störungen. Dieser nutzlose Ballast muss von Zeit zu Zeit entfernt werden, doch das ist gar nicht so einfach.
Im eigenen Haushalt wird der Verpackungsmüll und alles andere Unnütze in eine Müllbox gegeben und der Inhalt wird dann vom städtischen Versorger entsorgt und zur Mülldeponie gebracht. Dieses Prinzip funktioniert relativ gut und es wäre schön, wenn das Konzept auch beim eigenen Rechner so gut klappen würde. Wenn man eine nutzlose Datei oder Software in den Papierkorb schiebt, löscht oder deinstalliert, ist sie zwar für den Benutzer nicht mehr da, allerdings sind die Inhalt durchaus noch auf der Festplatte.
Der Papierkorb stellt sozusagen nur ein Mülltonnenhaus dar. Wird der Papierkorb geleert, so werden die Daten aber nicht zur Mülldeponie gebracht, sondern lediglich in den Keller, wo sie für den Benutzer nicht mehr sichtbar sind. Für hochsensible Informationen stellt dies natürlich ein Problem dar.
Die Daten, die nur mit dem DELETE-Befehl oder aus dem Papierkorb gelöscht wurden, lassen sich nämlich relativ einfach wieder herstellen. Das liegt daran, dass die Daten nicht selbst aus dem Dateisystem entfernt werden sondern lediglich der Verweis auf die Datei. Mithilfe von Recovery-Programmen kann man allerdings gezielt diese Daten suchen und rekonstruieren. Auch das Formatieren von Partitionen stellt keine sichere Lösung dar. Zwar ist der Aufwand für die Rekonstruktion größer, aber dennoch machbar. Selbst das ein- oder zweimalige Überschreiben lässt sich mit Hilfe eines Fehlerfilters ausgleichen und somit Daten wieder zum Vorschein bringen.
Zum sicheren Löschen von Datenmüll und Daten empfehlen sich spezielle Löschprogramme. Diese verwenden spezielle algorithmische Verfahren, die ein siebenmaliges Überschreiben mit abwechselnd Zufallswerten und vordefinierten Werten einsetzen. Für den Privatanwender, der in der Regel keine hochsensiblen Daten hat, kann im Internet sich eine Freeware runterladen, die die Datenbanken sicher säubern. Außerdem empfiehlt es sich, nicht wahllos neue Software zu installieren und den temporären Ordner in regelmäßigen Abständen zu löschen.
